Bava Metzia 148

Kapitel 148

א ימות הגשמים איכא בינייהו:
1 Ein Unterschied besteht zwischen ihnen hinsichtlich der Regenzeit.
ב ופוסק עמו כשער הגבוה:
2 M<small>AN DARF AUF DEN BILLIGEN</small> P<small>REIS ABSCHLIESSEN.</small>
ג ההוא גברא דיהיב זוזי לנדוניא דבי חמוה לסוף זל נדוניא אתו לקמיה דרב פפא אמר ליה אי פסקת עמו כשער הגבוה שקיל כהשתא ואי לא שקיל כי מעיקרא
3 Einst gab jemand für seinen Schwiegervater Geld auf Aussteuer und später sank die Aussteuer im Preise; hierauf kamen sie vor R. Papa, und er sprach zu ihm: Hast du mit ihm vereinbart: zum billigen Preise, so erhältst du es zum jetzigen Preise, wenn aber nicht, so erhältst du es zum ursprünglichen Preise.
ד אמרו ליה רבנן לרב פפא ואי לא פסק שקיל כמעיקרא מעות נינהו ומעות לא קנו אמר להו אנא נמי לקבולי עליה מי שפרע קא אמינא אי פסק כשער הגבוה מוכר קא הדר ביה מקבל עליה מוכר מי שפרע אי לא פסק לוקח קא הדר ביה מקבל עליה לוקח מי שפרע
4 Die Jünger sprachen zu R. Papa: Wieso muß er, wenn er dies nicht vereinbart hat, den ursprünglichen Preis zahlen, er hat ja nur Geld gezahlt, und durch das Geld wird ja nichts geeignet!? Er erwiderte ihnen: Ich spreche nur vom Fluche, den er auf sich zu nehmenhat; hat er mit ihm vereinbart: zum billigen Preise, so ist es der Verkäufer, der zurücktritt, und er nimmt den Fluch auf sich, hat er dies mit ihm nicht vereinbart, so ist es der Käufer, der zurücktritt, und er nimmt den Fluch auf sich.
ה אמר ליה רבינא לרב פפא וממאי דרבנן היא דפליגי עליה דרבי שמעון דאמרי מעות לא קנו ואפילו הכי אי פסק כשער הגבוה שקיל כדהשתא אי לא פסק שקיל כדמעיקרא
5 Rabina sprach zu R. Papa: Woher, daß siedie Ansicht der Rabbanan vertritt, die gegen R. Šimo͑nstreiten und sagen, durch Geld erfolge keine Aneignung, und dennoch erhält er es, wenn er vereinbart hat: zum billigen Preise, zum jetzigen [billigen] Preise, wenn aber nicht, zum ursprünglichen Preise,
ו דלמא ר' שמעון היא דאמר מעות קונות וכי פסק כשער הגבוה שקיל כי השתא אי לא פסק שקיל כמעיקרא משום דקני להו זוזי אבל לרבנן בין פסק בין לא פסק שקיל כי השתא דדעתיה דאיניש אתרעא זילא
6 vielleicht vertritt sie die Ansicht R. Šimo͑ns, welcher sagt, durch das Geld erfolgeeine Aneignung, daher erhält er es, wenn er vereinbart hat: zum billigen Preise, zum jetzigen Preise, wenn aber nicht, zum ursprünglichen Preise, weil er es nämlich durch das Geld geeignet hat, nach den Rabbanan aber erhält er es, einerlei ob er dies vereinbart hat oder nicht vereinbart, zum jetzigen Preise, weil jeder mit dem billigen Preise rechnet!?
ז אמר ליה אימור דאמר רבי שמעון בחד תרעא בתרי תרעי מי אמר דאי לא תימא הכי מי שפרע בלוקח לרבי שמעון לית ליה
7 Dieser erwiderte: R. Šimo͑n sagt esnur bei einem Preise, nicht aber bei zwei verschiedenen Preisen. Wenn dem nicht so wäre, so könnte ja nach R. Šimo͑n der Käufer nicht mit dem Fluche belegtwerden!?
ח וכי תימא הכי נמי והתניא מכל מקום כך הלכה אבל אמרו חכמים מי שפרע כו'
8 Wolltest du erwidern, dem sei auch so, so wird ja gelehrt: allenfalls ist dies nur die Halakha, die Weisen sagten aber: wer bestraft hat &amp;c.;
ט מאי מכל מקום לאו דלא שנא לוקח ולא שנא מוכר מקבל עליה מי שפרע אלא כי קאמר רבי שמעון בחד תרעא בתרי תרעי לא אמר
9 unter ‘allenfalls’ ist ja wahrscheinlich zu verstehen, daß sowohl der Käufer als auch der Verkäufer mit dem Fluche belegt werde. Vielmehr sagt es R. Šimo͑n nur bei einem Preise, nicht aber bei zwei verschiedenen Preisen.
י אמר ליה רב אחא בריה דרבא לרב אשי ותיפוק ליה דשליח שוייה מעיקרא א"ל בתגרא דזבין ומזבין:
10 R. Aḥa, der Sohn Rabas, sprach zu R. Aši: Es sollte doch schon der Umstand maßgehend sein, daß er von vornherein nur Vertreterwar!? Dieser erwiderte: Es war ein Händler, der kauft und verkauft.
יא <big><strong>מתני׳</strong></big> מלוה אדם את אריסיו חטין בחטין לזרע אבל לא לאכול שהיה רבן גמליאל מלוה את אריסיו חטין בחטין לזרע ביוקר והוזלו או בזול והוקרו נוטל מהן כשער הזול ולא מפני שהלכה כן אלא שרצה להחמיר על עצמו:
11 <b>M</b><small>AN DARF SEINEN</small> Q<small>UOTEINPÄCHTERN</small> W<small>EIZEN GEGEN</small> W<small>EIZEN ZUR</small> A<small>USSAAT BORGEN, NICHT ABER ZUM</small> V<small>ERZEHREN</small>. R. G<small>AMLIÉL PFLEGTE SEINEN</small> Q<small>UOTENPÄCHTERN</small> W<small>EIZEN GEGEN</small> W<small>EIZEN ZUR</small> A<small>USSAAT ZU BORGEN, UND BERECHNETE IHNEN, EINERLEI OB DER</small> P<small>REIS ZUERST HOCH UND NACHHER GEFALLEN ODER ZUERST NIEDRIG UND NACHHER GESTIEGEN WAR, DEN NIEDRIGEREN</small> P<small>REIS; ABER NICHT WEIL DIE</small> H<small>ALAKHA SO IST, SONDERN WEIL ER ES MIT SICH SELBER STRENGER NAHM</small>.
יב <big><strong>גמ׳</strong></big> תנו רבנן מלוה אדם את אריסיו חטים בחטים לזרע בד"א שלא ירד אבל ירד אסור מאי שנא תנא דידן דלא קא מפליג בין ירד ובין לא ירד ומאי שנא תנא ברא דקא מפליג בין ירד ובין לא ירד
12 GEMARA. Die Rabbanan lehrten: Man darf seinem Quotenpächter Weizen gegen Weizen zur Aussaat leihen; dies nur in dem Falle, wenn er noch nicht eingetretenist, ist er aber bereits eingetreten, so ist es verboten. – Weshalb macht der Autor unserer [Mišna] keinen Unterschied zwischen eingetreten und nicht eingetreten, während der Autor der Barajtha einen Unterschied macht zwischen eingetreten und nicht eingetreten?
יג אמר רבא ר' אידי אסברה ניהלי באתרא דתנא דידן אריסא יהיב ביזרא בין ירד ובין לא ירד כמה דלא יהיב ביזרא מצי מסליק ליה וכי קא נחית לבציר מהכי קא נחית
13 Raba erwiderte: R. Idi erklärte es mir: in der Ortschaft des Autors unserer [Mišna] hatte der Quotenpächter die Aussaat zu liefern, somit konnte, solange er die Aussaat nicht geliefert hat, einerlei ob er eingetreten ist oder nicht, [der Eigentümer] ihn entfernen, und wenn er dann eintritt, so erfolgt dies in der Voraussetzung, daß er wenigererhalte.
יד באתרא דתנא ברא מרי ארעא יהיב ביזרא אי לא ירד דמצי מסליק ליה כי קא נחית לבציר מהכי קא נחית אי ירד דלא מצי מסליק ליה אסור
14 In der Ortschaft des Autors der Barajtha dagegen hatte der Eigentümer des Grundstückesdie Aussaat zu liefern, und solange [der Pächter] noch nicht eingetreten ist, konnte jener ihn entfernen; der Eintritterfolgt in der Voraussetzung, daß er weniger erhalte, ist er aber bereitseingetreten, er ihn also nicht mehr entfernen kann, so ist dies verboten.
טו תנו רבנן אומר אדם לחבירו
15 Die Rabbanan lehrten: Man darf von seinem Nächsten